Die Ringelblume als wertvolle Heilpflanze

Die Heilwirkung der Ringelblume

Die Ringelblume hat viele Namen. Sie wird auch Totenblume, Dotterblume, Studentenblume oder Warzenkraut genannt.

Ringelblumen riechen eigentümlich balsamisch, schmecken bitter salzig und sind etwas zusammenziehend.

Kneipp verwandte den Tee von Kraut und Blüten gegen Drüsenverhärtung und ausbleibende Monatsregel. Die Tinktur empfahl er gegen Verwundungen und Verletzungen.

Ringelblume mit oranger Blüte

In der Volksmedizin wird Ringelblume für die Heilung kleiner Wunden und rissiger Haut eingesetzt. Sonst gilt die Ringelblume als Reizmittel, das die Monatsregel fördert, Krämpfe stillt und Fieber mindert. Sie wurde auch bei Gelbsucht und Hysterie angewandt. In der Homöopathie gilt Calendula Officinalis innerlich und in Tinktur äußerlich angewandt als Heilmittel bei starken Wunden und bei Wundfieber.

Ein Wasserauszug von Ringelblumen soll den Schweiß fördern. Es ist bewährt bei geröteten Augen, hineingetropft oder Umschläge damit gemacht. Das Pulver der Blumen in Baumwolle auf einen schmerzenden Zahn gelegt, soll den Schmerz stillen.

Man benutzte früher das im frischen Zustand stark riechende, scharf und bitter schmeckende Kraut als schweißtreibendes oder eröffnendes Mittel bei Gelbsucht, Magersucht, Leber- und Milzanschwellung. Die Blüten wurden als Fieber vertreibendes, anregendes, lösendes und krampfstillendes Mittel oder äußerlich als Mittel gegen Geschwüre eingesetzt.

Die Ringelblume richtig nutzen

Ringelblumenauszüge können sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden. Sie werden für die äußerliche Anwendung sowohl als Salbe, Öl oder Creme als auch als wässriger Auszug angeboten. Für die innerliche Anwendung gibt es den Ringelblumentee.

Ringelblumen im Glas

Inhaltsstoffe der Ringelblume

Ringelblumen enthalten etwas ätherisches Öl, Bitterstoffe, Calendulin, Apfelsäure und ihre Salze.

Ringelblumen Essenz

Die bedeutsamen Inhaltsstoffe der Ringelblumen-Blüten sind die Flavonoide, deren Konzentration bis zu 1 % beträgt. Triterpensaponine sind mit 2 bis 10 % vorhanden, Carotinoide mit bis zu 3 % und Polysaccharide mit rund 15 %. Ätherische Öle sind mit 0,2 bis 0,3 % wenig in der Ringelblume vorhanden.

Die Früchte enthalten bis zu 25 % Fett. 60 bis 70 % der darin enthaltenen Fettsäure ist die eher seltene Calendulasäure.

Nebenwirkungen

Zubereitungen aus Ringelblumenblüten gelten als relativ sicher, wenn sie als Tee getrunken oder auf die Haut aufgetragen werden.

Ringelblume mit Tabletten

Besondere Vorsichtsmaßnahmen gelten in der Schwangerschaft: Verzichten Sie dann auf die Einnahme von Ringelblumenprodukten. Es besteht evtl. die Gefahr einer Fehlgeburt.

Es gibt auch nicht genügend zuverlässige Informationen über die Sicherheit der Verwendung von Calendula in der Stillzeit. Bleiben Sie auf der sicheren Seite und verzichten Sie dann ebenfalls auf eine Anwendung.

Calendula kann eine allergische Reaktion bei Menschen auslösen, die dafür empfindlich sind.

Calendulaprodukte können evtl. Schläfrigkeit verstärken, wenn sie mit Medikamenten, die während und nach einer Operation eingesetzt werden, kombiniert werden. Beenden Sie die Einnahme von Ringelblumen-Produkten mindestens zwei Wochen vor einer geplanten Operation.